Marvo Sterzing Environment & technology

Marvo Sterzing
Bei industriell gefertigten Biomasseanlagen wird ein Heizgerät auf einen Prüfstand beim Hersteller unter den dort vorherrschenden Bedingungen gemessen und als solcher zertifiziert, d.h. es wird von keinem anderen Heizgerätehersteller berücksichtigt, dass die unterschiedlichsten Umgebungssituationen vorherrschen können (oft nicht berücksichtigt werden z.B. Meereshöhe, benötigte Leistung, Kaminlänge-eigenschaften oder Durchmesser und viele andere Einflussfaktoren). Z.B. Steht ein und dasselbe Biomasseheizgerät in Venedig auf Meereshöhe, angeschlossen an einen Edelstahlkamin mit drei Metern Länge und einen Durchmesser von 22cm und genauso steht dasselbe Heizgerät am Brenner auf 1.600 Metern Meereshöhe, angeschlossen an einen Schamottekamin mit zwölf Metern Länge und Durchmesser 14cm. Trotzdem werden vom Hersteller derselbe Wirkungsgrad und dieselben Abgaswerte laut geltender Norm bestätigt. Der Kachelofen wird als einziges vollwertiges Heizgerät immer an die vorherrschenden Situationen angepasst. Unter Berücksichtigung des Heizbedarfs, der Luftsättigung, der Umgebungssituation, der Abgasanlage (Kamineigenschaften) wird der Kachelofen nach Abgas und Wirkungsgradberechnung gebaut. Somit ist es uns möglich eine vollkommen CO²-neutrale Verbrennung zu gewährleisten. Dies schützt unsere Umwelt und trägt zum volkswirtschaftlichen Allgemeinnutzen bei. Die Beschaffung des Brennstoffes „Stückholz“ geschieht lokal und erzeugt eine Mikrowirtschaft womit die Kaufkraft regional gestärkt wird. Es entfallen lange Transportwege und die damit verbundenen Risikofaktoren. Vor allem durch Unfälle welche beim Transport fossiler Brennstoffe schwerwiegende und nachhaltige Umweltschäden beinhalten können (Öltanker-oder Bohrinselunglücke). Treibhauseffekt ist das Thema des 21.Jahrhunderts und die Regierungen in der Welt versuchen die Eindämmung der CO²-Emissionen. Durch die Verbrennung von fossilen Brennstoffen wird die Erdatmosphäre stark mit zusätzlichem CO² belastet. Hingegen wird bei der Verbrennung von Stückholz dieselbe Menge CO² freigesetzt, die ein Baum während seines Wachstums gespeichert hat und bei seiner Verrottung freisetzen würde, d.h. die Verbrennung vom nachwachsendem Rohstoff Holz verändert die CO²-Bilanz positiv da wir die durch die Verbrennung freigesetzte Wärme als „Abfallprodukt“ für die Beheizung unserer Häuser und Wohnungen verwenden und somit keinen andere Energieträger mehr benötigen.